Als Baptistengemeinde gehören wir zu einer weltweiten christlichen Glaubensgemeinschaft. Der geistliche Ursprung liegt in der Reformationszeit. Im Zuge der religiösen Umwälzungen im 16. und 17. Jahrunderts formierten sich unterschiedliche Gemeindebewegungen, die durch die Reformatoren in Deutschland und der Schweiz beeinflusst wurden und einen ganz neuen Zugang zum Glauben, zur Bibel und Kirche erhielten. Ein Kennzeichen vieler Gemeinden war die Taufe von Erwachsenen. Worauf man sie als Anabaptisten (Wiedertäufer) bezeichnete. Ihre Glaubensüberzeugungen sowie die Glaubenspraxis wurde von den Herrschenden abgelehnt und es entstand eine konsequente Unterdrückung der Täufergemeinden. Viele sind geflohen und haben sich so in viele Ländern zerstreut. Später wanderten einige nach Amerika aus, wo Religionsfreiheit gewährt wurde. Die erste Baptistengemeinde wurde 1609 in Amsterdam gegründet. In unseren Gemeinden ist die persönliche Glaubensentscheidung ein hoher Wert. Getauft werden nur Menschen, die den Glauben persönlich bekennen können. Wir treten ein für die Trennung von Staat und Kirche und die Orstgemeinde ist für ihre Lehre und Leben selbst verantwortlich (Kongregationalismus). Die Bibel ist Grundlage für Glauben und Leben. Baptisten verstehen sich nicht als eine Konfession, sondern eine Gemeindebewegung. Wir sehen uns nicht als die einzig richtige Kirche an, sondern reihen uns ein in die Vielfalt der Evangelischen Freikirchen und sehen in ihnen eine Ergänzung.